MIGRATIONS-GESCHICHTEN UND MEHR

Festivalblog Tag 2

GOEAST ON DEMAND: EUROPA EUROPA 1: MIGRATIONSGESCHICHTEN AB 14:00 UHR

Unsere Empfehlungen heute für goEast on Demand sind zwei europäische Ko-Produktionen: Gangster meets Western. 

In WESTERN reist eine Gruppe deutscher Bauarbeiter nach Bulgarien, um dort ein Wasserkraftwerk zu bauen. Nur Meinhard – der Neuling in der eingeschworenen Truppe – nähert sich dabei mit Neugier der fremden Lebenswelt und sucht den Kontakt zu den Menschen im nahegelegenen Dorf. Intim und feinfühlig ergründet hier Regisseurin Valeska Grisebach Bilder von Männlichkeit und spielt dabei mit den Konventionen des Western. 

Weniger idyllisch ergeht es Oleg, für den es in einer steilen Abwärtsspirale immer tiefer ins Verderben geht.  

Der ausgebildete Fleischer aus Lettland wollte eigentlich sein Glück in Belgien finden – gerät dort aber prompt in die Fänge von Kleinmafiosi, die seine Abhängigkeit gnadenlos ausnutzen. Nah an der Figur schildert Regisseur Juris Kursietis in OLEG die Geschichte eines jungen Mannes, der von seinen Lebensumständen an seine emotionalen und physischen Grenzen getrieben wird. 

Beide Filme sind bildgewaltige Neuinterpretationen lang etablierter Genres; erzählen aber gleichzeitig auf feinfühlige Weise Geschichten europäischer Migration. Die Filme gibt es bei goEast on Demand bis zum 11.05. zu sehen.

DIE FIPRESCI-JURY

Die Wettbewerbsscreenings sind auf den November verschoben und die Preisgelder der Hauptwettbewerbe von goEast werden solidarisch unter allen Filmschaffenden aufgeteilt. Das heißt jedoch nicht, dass in diesem Jahr keine strahlenden Gewinner gekürt werden. Die Jurys tagen online, auch diejenige der Vereinigung der Filmkritiker/innen FIPRESCI. 

Sie verleihen zwei Preise für den besten Spiel- sowie den besten Dokumentarfilm. Zu der dreiköpfigen Jury gehört Albert Gabay, der seit mittlerweile 25 Jahren die treibende Kraft vor und hinter der Kamera der ältesten Filmsendung des israelischen Fernsehens ist. Zudem ist er Regisseur hunderter Fernsehsendungen und Dokumentarfilme. 

Zu ihm gesellt sich Angelo Nicolae Mitchievici. Der Universitätsprofessor ist unter anderem Mitglied im rumänischen Schriftstellerverband, im rumänischen Verband der Filmschaffenden sowie im Verwaltungsrat des rumänischen Rundfunks und arbeitet als Filmkritiker. 

Komplettiert wird die Jury durch die deutsche Filmjournalistin Carolin Weidner. Das Vorstandsmitglied des Verbandes der deutschen Filmkritik wurde schon in die Jurys diverser renommierter internationaler Festivals berufen, zudem arbeitet sie unter anderem auch als Dozentin des Filmjournalismus und ist Teil der Auswahlkommission von DOK Leipzig.

DIE ANARCHO SHORTS: MISERY LOVES COMPANY

Bereits seit gestern zum Festival-Start gibt es unsere ANARCHO SHORTS auf goEast on Demand – eine herrlich abwechslungsreiche Kollektion an Kurzfilmen aus Mittel- und Ost-Europa. Und für jeden, der bei der aktuellen Situation mal gerne in eine andere Realität flüchten will, genau das richtige! 

Wie wäre es zum Beispiel mit PROTOCORBA, eine absurde Welt voller Animationsfehler. Die Charaktere hier sind trotzdem zufrieden; wen kümmert es schon, ob beim Laufen die Beine im Boden versinken oder der Wind einem die Klamotten ab und zu vom Leib zieht? 

 

Ganz anders der unglückliche Protagonist in WOO-HOO! Während in seiner Welt alle anderen recht normal wirken, hat er ein Problem: Einen Pferdekopf, anstatt der eines Menschen. Aber das Blatt wendet sich, als er auf der Kostümparty nebenan eine junge Einhorn-Frau trifft. 

Ob das so gut ausgeht, könnt ihr Euch noch bis zum 11.05. in unserem on Demand Angebot angucken. Im Paket kosten die Kurzfilme 3 Euro.

VERNISSAGE: MEMES AUS SLAWISTAN UM 18:00 UHR

FESTIVALKATALOG ONLINE

Mit unserer Online-Ausstellung Memes aus Slawistan widmen wir unser einem der populärsten Alltagsphänomene der Gegenwart und fokusieren unseren Blick ganz auf das Meme-Phänomen in Mittel- und Osteuropa. 

Die beiden Kuratoren und Meme-Connaisseurs Vladan Petković und Vassilis Economou unterhalten sich heute live über Memes, Stereotypen und den Slawischen Kulturraum. Spaß (und Streit) sind vorprogrammiert! Die Ausstellung könnt Ihr online unter https://memeslav.de betrachten. 

Weitere Informationen gibt es hier: Memes aus Slawistan.

Alle Informationen zu den Sektionen des Festivals, ihren Filmen sowie den Filmschaffenden des Wettbewerbs, dazu Infos zu Jurys, Förderern und dem 20. Jubiläum findet Ihr in unserem liebevoll gestalteten digitalen Festivalkatalog. Blättert bequem online durch die Seiten oder ladet Euch den Katalog als PDF auf Euer Endgerät und erfahrt, was goEast in diesem Jahr ist und hätte sein sollen.

Hier geht es zum Festivalkatalog.