SVETA SVETA

Wie schafft es eine gehörlose russische Frau im heutigen Kasachstan, den Kopf über Wasser zu halten? So könnte es funktionieren: bloß keine Schwäche oder Mitgefühl zeigen, trotz körperlicher Behinderung das Schicksal in die eigene Hand nehmen und – wenn es sein muss – sogar über Leichen gehen. So sieht das zumindest Sveta. Die junge Mutter bangt um das Wohl ihrer Familie, um die Hypothek, die sie nicht abbezahlen kann und um ihren Job, den sie an eine Kollegin mit weniger Erfahrung zu verlieren droht. Sie kann nicht begreifen, dass ihr Mann nachts ruhig schlafen kann, während ihr ganzes Leben zu entgleisen droht. Egal was passiert – Sveta wird alles tun, um zu vermeiden, dass die Familie auf der Straße landet und ihre beiden Kinder in einem Heim aufwachsen müssen.
Regisseurin Zhanna Issabayeva zeichnet das Porträt einer verzweifelt kämpfenden Frau und durchbricht das Bild von Menschen mit Behinderung als Opfer, in dem sie ihre Protagonistin Sveta (gespielt von der gehörlosen Schauspielerin Laura Koroleva) als gewaltbereiten Menschen inszeniert, der sich voll innerlicher Wut an der Gesellschaft rächt.
Regie
Zhanna Issabayeva
Geboren 1968 in Almaty, Kasachstan. 1991 schloss sie ihr Studium an der journalistischen Fakultät der staatlichen Al-Farabi-Universität ab. Als Produzentin und Regisseurin arbeitet sie seit 1993 und schreibt und produziert bis heute fast all ihre Projekte selbst. 2007 stellte sie mit KAROY ihren ersten Langspielfilm fertig. In den darauffolgenden Jahren drehte sie stetig Filme, unter anderem BOPEM, der 2016 ebenfalls im goEast Wettbewerb lief.
2007 // KAROY 2009 // DOROGIE MOI DETI / MY DEAR CHILDREN 2012 // TALGAT 2015 // BOPEM 2017 // SVETA
Trailer
präsentiert von:

Kasachstan 2017
95 min, DCP, colour


Russisch
Original mit englischen Untertiteln

Regie

Zhanna Issabayeva

Buch

Zhanna Issabayeva

Kamera

Mikhail Blintsov

Schnitt

Azamat Altybasov

Sound

Andrey Rezinkin

Darsteller_Innen

Laura Koroleva
Roman Lystsov

Produzent_Innen

Iliya Bisserov

Produktion

Sun Production

Vorstellungen:
Samstag, 21.04.2018, 20:00 Uhr
Caligari FilmBühne

Sonntag, 22.04.2018, 16:00 Uhr
Apollo Kinocenter

Sonntag, 22.04.2018, 20:30 Uhr
Kino des Deutschen Filmmuseums, FFM