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REZO

Der kleine Rezo wächst zur Kriegs- und Nachkriegszeit in Georgien auf. Er liebt Bücher und seine Großeltern, die in den Bergen leben. Dank seiner lebhaften Phantasie wird dem kränklichen Jungen nie langweilig: Muss er beispielsweise im Korridor warten, weil er zu spät zum Unterricht kommt, erwachen die allgegenwärtigen Genossen Stalin und Lenin zum Leben und hüpfen aus dem Bilderrahmen. Eines Tages wird den Großeltern ein deutscher Kriegsgefangener aus Wiesbaden (wo der Film auch endet) als Arbeitskraft zugeteilt und der Phantasie des Jungen wachsen Flügel.

Ob einflussreiche Drehbücher oder revolutionäres Puppentheater – Revaz 'Rezo' Gabriadze hat Spuren in der sowjetischen Kulturgeschichte hinterlassen. Sein Sohn Levan 'Leo', heute selbst erfolgreicher Filmemacher, zeichnet mit REZO ein wunderbares Porträt seines Vaters und lässt diesen die wohl persönlichste Geschichte seiner Karriere erzählen. Rezo Gabriadze selbst zeichnete die Bilder, die seiner Biografie filmisches Leben schenken. Entstanden ist ein traumhaft animierter Dokumentarfilm, der die kindliche Imagination ernst nimmt und die Schwelle zwischen Realität und Fantasie verschwimmen lässt.


REZO
Russland 2017, 63 Min., OmU, FSK: ungeprüft
Regie: Leo Gabriadze
Buch: Rezo Gabriadze
Kamera: Uriy Kokoshkin
Bildquelle: Deutsches Filminstitut
Dienstag, 11.09.2018, 20:00 Uhr, Caligari FilmBühne Wiesbaden