Symposium FILMISCHE STRATEGIEN DES WIDERSTANDS

Das diesjährige goEast-Symposium (23. bis 26. April 2026) steht unter dem Titel „Filmische Strategien des Widerstands“ und fragt nach politischen, ästhetischen und historischen Formen widerständiger Filmpraxis im Kontext von Ost-West-Beziehungen und ihren globalen Auswirkungen. In Vorträgen und Filmvorführungen verbindet es historische Perspektiven mit gegenwärtigen Positionen. Das viertägige Programm versammelt und untersucht sehr unterschiedliche Beispiele emanzipatorischer Filmpraxen – von der Politisierung an der Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) um 1968 über die Umbrüche der Wendezeit bis zu jüngeren Protestbewegungen in Belarus, der Ukraine, Nigeria oder Chile.

Vorträge

Altes Gericht / Civilkammer

Alle Vorträge sind kostenlos und finden auf Englisch statt.

FREITAG 24.04

Filmische Strategien des Widerstands: Eröffnungsvortrag
Borjana Gaković, 10-11 Uhr

Schere – Stein – Papier: Irena Vrkljan und die DFFB um 1968
Tobias Hering, 11-12 Uhr

Straße der Revolution – ein filmisches Werkstattgespräch
Jan Eilhardt, 12-13 Uhr

SAMSTAG 25.04

Vom Protest zur Filmsprache: Der Aufstieg des modernen ukrainischen Kinos


Vika Leshchenko, 10-11 Uhr

„Außen vor“ – Notizen zum nicht-offiziellen Film in der finalen Phase des DDR-Sozialismus. Vortrag mit Fallbeispielen
Dr. Claus Löser, 11-12 Uhr

Unsichtbare Dokumente von der Front – Film als Mittel des Arbeiterwiderstands in Serbien
Ivan Velisavljević, 12-13 Uhr

Wie ich zum Dokumentaristen der serbischen Studentenbewegung wurde
Senka Domanović, 13-14 Uhr

SONNTAG 26.04

Videogramme einer Revolution – Ein Archiv und seine vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten
Christian Ferencz-Flatz, 10-11 Uhr

Signale des Widerstands. Wie „Fekete Doboz“ (Black Box) das Video zu einer Waffe gegen die Diktatur machte
Zsuzsa Zádori, 11-12 Uhr

Durch die Zwischenräume träumen: Kino als Trance und Intervention
Timoteus Angawann Kusno, 12-13 Uhr

Unvollendet: Kunst und Revolution
Tara Najd Ahmadi, Murnau 17 Uhr



								

Filme des Symposiums 2026

OSKAR LANGENFELD. 12 MAL.
Regie: Holger Meins
BRD 1966

BERLIN UNVERKÄUFLICH
Regie: Irena Vrkljan
BRD 1967
THEIR NEWSPAPERS
Regie: Harun Farocki
BRD 1967
BERLIN
Regie: Irena Vrkljan
BRD 1969
BRÜDER UND SCHWESTERN
Regie: Pavel Schnabel
DEU 1991

DO YOU KNOW SUNDAY-MONDAY?
Regie: Lívia Gyarmathy
HUN 1969

OCCUPIED CINEMA
Regie: Senka Domanović
HRV, SRB 2018

DISAPPEARING
Regie: Andrina Mračnikar
AUT, SVN 2022

NO TOMORROW TODAY
Regie: Antonia Sánchez, Vicente Fres
CHL 2021
THE YEAR OF THE CANNIBALS
Regie: Liliana Cavani
ITA 1969
I WAS CALLED TO THE BALL
Regie: Studio Tatjana
BLR 2005

FLOWERS OF UKRAINE
Regie: Adelina Borets
POL, UKR 2024

VIDEOGRAMS OF A REVOLUTION
Regie: Harun Farocki, Andrei Ujică
DEU, ROU 1992

THE NEWBORNS
Regie: Kianoush Ayari
IRN 1979

COCONUT HEAD GENERATION
Regie: Alain Kassanda
FRA, NGA 2023

AFTERLIVES
Regie: Timoteus Anggawan Kusno
IDN 2024

CAFÉ KUBA
Regie: David Shongo
COD, BEL 2025