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Wettbewerb

Im Juli 2020 herrscht Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan. Es geht um das Artsakh Gebiet, welches schon seit Jahrzehnten zu Konflikten zwischen den beiden Ländern führt. Soghomon, der Bruder der Filmemacherin Shoghakat Vardanyan, mit seinem Militärdienst fast fertig, ist bei einem Einsatz verschwunden. Die Familie versucht seitdem verzweifelt, Kontakt zu ihm herzustellen. Jedoch können sie ihn weder per Telefon erreichen noch neue Informationen von den zuständigen Behörden erhalten, die offenbar jede Spur von ihm verloren haben. In diesen Momenten voller Hilflosigkeit packt Vardanyan ihre Kamera aus und filmt den gemeinsamen Alltag. Hierbei sind sehr intime Momente zwischen ihr und ihren Eltern entstanden, die einen Bruchteil dieser ungewissen Zeit darstellen: Aufnahmen von vergeblichen Kommunikationsversuchen, von Szenen, in denen sie probieren, ihr Leben “normal” weiterzuführen oder von neugewonnenen Erkenntnissen, die gemeinsam in den familiären vier Wänden verarbeitet werden. All diese Situationen haben eins gemeinsam: den Schmerz der Ungewissheit und der gleichzeitigen, unaufhaltbaren Kontinuität des Weiterlebens.
ARM 2023 / 76 min
Regie: Shogakat Vardanyan
Vorstellungen
  • Caligari Fr, 26.04. / 16:00 Uhr
  • Apollo Sa, 27.04. / 20:30 Uhr
  • Drehbuch: Shoghakat Vardanyan
  • Kamera: Shoghakat Vardanyan
  • Schnitt: Tigran Baghinyan, Armen Papyan

Im Juli 2020 herrscht Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan. Es geht um das Artsakh Gebiet, welches schon seit Jahrzehnten zu Konflikten zwischen den beiden Ländern führt. Soghomon, der Bruder der Filmemacherin Shoghakat Vardanyan, mit seinem Militärdienst fast fertig, ist bei einem Einsatz verschwunden. Die Familie versucht seitdem verzweifelt, Kontakt zu ihm herzustellen. Jedoch können sie ihn weder per Telefon erreichen noch neue Informationen von den zuständigen Behörden erhalten, die offenbar jede Spur von ihm verloren haben. In diesen Momenten voller Hilflosigkeit packt Vardanyan ihre Kamera aus und filmt den gemeinsamen Alltag. Hierbei sind sehr intime Momente zwischen ihr und ihren Eltern entstanden, die einen Bruchteil dieser ungewissen Zeit darstellen: Aufnahmen von vergeblichen Kommunikationsversuchen, von Szenen, in denen sie probieren, ihr Leben “normal” weiterzuführen oder von neugewonnenen Erkenntnissen, die gemeinsam in den familiären vier Wänden verarbeitet werden. All diese Situationen haben eins gemeinsam: den Schmerz der Ungewissheit und der gleichzeitigen, unaufhaltbaren Kontinuität des Weiterlebens.
  • Drehbuch: Shoghakat Vardanyan
  • Kamera: Shoghakat Vardanyan
  • Schnitt: Tigran Baghinyan, Armen Papyan