ADALBERTS TRAUM

Wettbewerb

Die Videoaufzeichnung eines Fußballspiels rührt einen Mann zu Tränen. Im Europapokal-Finale 1986 führen Torwart Helmuth Duckadams Heldentaten Steaua Bukarest zum Sieg gegen den favorisierten FC Barcelona. Noch ein letztes Mal gelingt es dem sozialistischen Regime Rumäniens, diesen Erfolg für Propagandazwecke zu missbrauchen. Doch das Lebensgefühl jener Zeit ist ein anderes – im Kontext einer Gesellschaft, die resigniert hat, bewegt sich der wortgewandte Filou Lulica. In seinem Betrieb begleitet er die eher unkoordinierten Vorbereitungen der Feierlichkeiten zum Geburtstag der Kommunistischen Partei, an deren Ende er seinen Propagandafilm zum Thema Arbeitssicherheit vorführen wird. Adalberts Traum, so der Name seines Werks, erweist sich in mehrfacher Hinsicht als doppelbödig. Und auch Gabriel Achims Film entzieht sich jeder Eindeutigkeit. Die nüchtern geschilderte, bruchstückhafte Chronologie eines einzigen Tages wird durch symbolhafte mediale Bildfragmente ergänzt. Dabei bilden die zwei Gesichter eines Fuchses eine zentrale Metapher zur Beschreibung der Gesellschaft. ADALBERTS TRAUM steuert konsequent auf einen Höhepunkt zu, in dem auch das Medium Film selbst die Dysfunktionalität eines Systems im Vakuum zwischen Ideologiehörigkeit, Frustration und verhaltener Auflehnung widerspiegelt.
VISUL LUI ADALBERT / ADALBERT'S DREAM
ROU 2011 / 101 min
Regie: Gabriel Achim
  • Drehbuch: Gabriel Achim,Cosmin Manolache
  • Kamera: George Chiper-Lillemark
  • Schnitt: Cristian Nicolescu,Ştefan Tatu
  • Besetzung: Gabriel Spahiu,Ozana Oancea,Anca Androne,Alina Berzunteanu,Mimi Brănescu
  • Produktion: Gabriel Achim,Monica Lazurean-Gorgan
  • Produktionsfirma: Green Film - Romania,4 Proof Film production - Romania
Die Videoaufzeichnung eines Fußballspiels rührt einen Mann zu Tränen. Im Europapokal-Finale 1986 führen Torwart Helmuth Duckadams Heldentaten Steaua Bukarest zum Sieg gegen den favorisierten FC Barcelona. Noch ein letztes Mal gelingt es dem sozialistischen Regime Rumäniens, diesen Erfolg für Propagandazwecke zu missbrauchen. Doch das Lebensgefühl jener Zeit ist ein anderes – im Kontext einer Gesellschaft, die resigniert hat, bewegt sich der wortgewandte Filou Lulica. In seinem Betrieb begleitet er die eher unkoordinierten Vorbereitungen der Feierlichkeiten zum Geburtstag der Kommunistischen Partei, an deren Ende er seinen Propagandafilm zum Thema Arbeitssicherheit vorführen wird. Adalberts Traum, so der Name seines Werks, erweist sich in mehrfacher Hinsicht als doppelbödig. Und auch Gabriel Achims Film entzieht sich jeder Eindeutigkeit. Die nüchtern geschilderte, bruchstückhafte Chronologie eines einzigen Tages wird durch symbolhafte mediale Bildfragmente ergänzt. Dabei bilden die zwei Gesichter eines Fuchses eine zentrale Metapher zur Beschreibung der Gesellschaft. ADALBERTS TRAUM steuert konsequent auf einen Höhepunkt zu, in dem auch das Medium Film selbst die Dysfunktionalität eines Systems im Vakuum zwischen Ideologiehörigkeit, Frustration und verhaltener Auflehnung widerspiegelt.
  • Drehbuch: Gabriel Achim,Cosmin Manolache
  • Kamera: George Chiper-Lillemark
  • Schnitt: Cristian Nicolescu,Ştefan Tatu
  • Besetzung: Gabriel Spahiu,Ozana Oancea,Anca Androne,Alina Berzunteanu,Mimi Brănescu
  • Produktion: Gabriel Achim,Monica Lazurean-Gorgan
  • Produktionsfirma: Green Film - Romania,4 Proof Film production - Romania