DER KLAVIERSTIMMER

Wettbewerb

Andrej ist Klavierstimmer, er lebt in einem Turmzimmer und hat eine ebenso exaltierte wie anspruchsvolle Geliebte. Kein Wunder also, dass der junge Mann danach trachtet, zu etwas mehr Wohlstand zu gelangen. Nun verschafft ihm sein Beruf ja die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Häuser mehr oder weniger betuchter Kunden aufzusuchen und Studien in Stil und Ausstattung zu betreiben. Eines Tages wird er zu Anna Sergejevna gerufen. Die alte Dame lebt in einem weitläufigen Domizil mit ihrem Schoßhündchen Mikki und wird von Ljuba betreut, einer üppigen Krankenschwester, der sie in Freundschaft verbunden ist. Ljubas Hauptsorge freilich gilt, neben dem Wohl ihrer Patientin, ihrer eigenen Ehelosigkeit. Als Andrej das Haus betritt, sind die beiden Frauen bald von ihm hingerissen, zumal der Charmeur so nett zu erzählen und obendrein noch gepflegt zu musizieren weiß. Und weil er Ljuba das Geld von einem dieser Heiratsschwindler wiederbeschafft und auch diese Dame vom Finanzamt abwimmelt und dann noch hilfreich zur Hand geht, als Anna Sergejevna in der Lotterie gewinnt, sind die beiden Matronen auch bereit, ihn ein wenig in einer finanziellen Notlage zu unter-stützen. Der in Schwarz-Weiß gedrehte Film nach Erzählungen von Arkadij Koško gibt seinen Figuren viel Raum und Zeit zur Entfaltung, und die in einem fast entspannten Grundton erzählte Geschichte, die um die ewigen bürgerlichen Themen Geld, Liebe und Einsamkeit kreist, wirkt bisweilen wie ein Èechovsches Familiendrama, aber zur zeitgenössischen Farce gewendet.
Nastrojščik / The Tuner
RUS, UKR 2004 / 154 min
Regie: Kira Muratova
  • Drehbuch: Sergej Cetvertakov
  • Kamera: Gennadij Karjuk
  • Schnitt: Tamara Denisova
  • Musik: Valentin Silvestrov
  • Besetzung: Alla Demidova,Georgij Deliev,Renata Litvinova,Nina Ruslanova
  • Produktion: Sergej Chliyants
  • Produktionsfirma: Pygmalion Production - Moskau,Odessa Studio
  • Rechte: Pygmalion Production - Moskau
Andrej ist Klavierstimmer, er lebt in einem Turmzimmer und hat eine ebenso exaltierte wie anspruchsvolle Geliebte. Kein Wunder also, dass der junge Mann danach trachtet, zu etwas mehr Wohlstand zu gelangen. Nun verschafft ihm sein Beruf ja die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Häuser mehr oder weniger betuchter Kunden aufzusuchen und Studien in Stil und Ausstattung zu betreiben. Eines Tages wird er zu Anna Sergejevna gerufen. Die alte Dame lebt in einem weitläufigen Domizil mit ihrem Schoßhündchen Mikki und wird von Ljuba betreut, einer üppigen Krankenschwester, der sie in Freundschaft verbunden ist. Ljubas Hauptsorge freilich gilt, neben dem Wohl ihrer Patientin, ihrer eigenen Ehelosigkeit. Als Andrej das Haus betritt, sind die beiden Frauen bald von ihm hingerissen, zumal der Charmeur so nett zu erzählen und obendrein noch gepflegt zu musizieren weiß. Und weil er Ljuba das Geld von einem dieser Heiratsschwindler wiederbeschafft und auch diese Dame vom Finanzamt abwimmelt und dann noch hilfreich zur Hand geht, als Anna Sergejevna in der Lotterie gewinnt, sind die beiden Matronen auch bereit, ihn ein wenig in einer finanziellen Notlage zu unter-stützen. Der in Schwarz-Weiß gedrehte Film nach Erzählungen von Arkadij Koško gibt seinen Figuren viel Raum und Zeit zur Entfaltung, und die in einem fast entspannten Grundton erzählte Geschichte, die um die ewigen bürgerlichen Themen Geld, Liebe und Einsamkeit kreist, wirkt bisweilen wie ein Èechovsches Familiendrama, aber zur zeitgenössischen Farce gewendet.
  • Drehbuch: Sergej Cetvertakov
  • Kamera: Gennadij Karjuk
  • Schnitt: Tamara Denisova
  • Musik: Valentin Silvestrov
  • Besetzung: Alla Demidova,Georgij Deliev,Renata Litvinova,Nina Ruslanova
  • Produktion: Sergej Chliyants
  • Produktionsfirma: Pygmalion Production - Moskau,Odessa Studio
  • Rechte: Pygmalion Production - Moskau