THE MOSQUITO PROBLEM AND OTHER STORIES

Wettbewerb

In seinem Dokumentarfilm THE MOSQUITO PROBLEM AND OTHER STORIES porträtiert der Regisseur Andrej Paunov den kleinen Ort Belene, der im Norden Bulgariens an der Donau liegt. Auf den ersten Blick wirkt das Städtchen wie ein beliebiges Provinznest. Tatsächlich aber kann Belene auf eine bewegte, wenngleich nicht sehr rühmliche Geschichte zurückblicken. Zwischen 1949 und 1959 gab es auf einer nahe gelegenen Donauinsel ein berüchtigtes Arbeitslager, in dem Gegner der kommunistischen Regierung gefangen gehalten wurden. Heute steht dort ein Gefängnis. Zu Beginn der achtziger Jahre sollte in Belene ein Atomkraftwerk entstehen – aber der Traum von einer rosigen nuklearen Zukunft ist längst vorbei, denn nach einigen Jahren wurden die Bauarbeiten an dem halbfertigen Reaktorgelände eingestellt. Von den zahllosen Gastarbeitern aus kommunistischen Bruderstaaten ist nur ein frohgelaunter Kubaner zurückgeblieben. Er ist einer von zahlreichen kuriosen Charakteren, die in THE MOSQUITO PROBLEM vom Leben in Belene erzählen und zugleich Einblicke in ihre Lebens- und Familiengeschichten gewähren. Da gibt es leutselige Wildschweinjäger und einen exzentrischen Klavierstimmer; einen italienischen Priester und eine Frau, deren Mutter als einstige Aufseherin des Arbeitslagers zu einer hohen Gefängnisstrafe verurteilt wurde; eine Gruppe von jungen Cheerleadern und einen alten Ex-Bürgermeister, der stolz mit Patronengürtel und Schrotflinte posiert. Zentrales Thema fast aller Gespräche sind jedoch die allgegenwärtigen Moskitos, die in den Feuchtgebieten des Donaudeltas eine ideale Brutstätte finden – ein Problem, dem die Menschen mit humorvollem Gleichmut begegnen.
PROBLEMAT S KOMARITE I DRUGI ISTORII
BGR, DEU, USA 2007 / 100 min
Regie: Andrej Paunov
  • Drehbuch: Lilija Topusova,Andrej Paunov
  • Kamera: Boris Misirkov,Georgi Bogdanov
  • Schnitt: Andrej Paunov,Orlin Ruevski
  • Musik: Momčil Božkov
  • Produktion: Martička Božilova
  • Produktionsfirma: Agitprop - Sofia
  • Co-Produktionsfirma: Filmtank - Hamburg,ITVS International - San Francisco
In seinem Dokumentarfilm THE MOSQUITO PROBLEM AND OTHER STORIES porträtiert der Regisseur Andrej Paunov den kleinen Ort Belene, der im Norden Bulgariens an der Donau liegt. Auf den ersten Blick wirkt das Städtchen wie ein beliebiges Provinznest. Tatsächlich aber kann Belene auf eine bewegte, wenngleich nicht sehr rühmliche Geschichte zurückblicken. Zwischen 1949 und 1959 gab es auf einer nahe gelegenen Donauinsel ein berüchtigtes Arbeitslager, in dem Gegner der kommunistischen Regierung gefangen gehalten wurden. Heute steht dort ein Gefängnis. Zu Beginn der achtziger Jahre sollte in Belene ein Atomkraftwerk entstehen – aber der Traum von einer rosigen nuklearen Zukunft ist längst vorbei, denn nach einigen Jahren wurden die Bauarbeiten an dem halbfertigen Reaktorgelände eingestellt. Von den zahllosen Gastarbeitern aus kommunistischen Bruderstaaten ist nur ein frohgelaunter Kubaner zurückgeblieben. Er ist einer von zahlreichen kuriosen Charakteren, die in THE MOSQUITO PROBLEM vom Leben in Belene erzählen und zugleich Einblicke in ihre Lebens- und Familiengeschichten gewähren. Da gibt es leutselige Wildschweinjäger und einen exzentrischen Klavierstimmer; einen italienischen Priester und eine Frau, deren Mutter als einstige Aufseherin des Arbeitslagers zu einer hohen Gefängnisstrafe verurteilt wurde; eine Gruppe von jungen Cheerleadern und einen alten Ex-Bürgermeister, der stolz mit Patronengürtel und Schrotflinte posiert. Zentrales Thema fast aller Gespräche sind jedoch die allgegenwärtigen Moskitos, die in den Feuchtgebieten des Donaudeltas eine ideale Brutstätte finden – ein Problem, dem die Menschen mit humorvollem Gleichmut begegnen.
  • Drehbuch: Lilija Topusova,Andrej Paunov
  • Kamera: Boris Misirkov,Georgi Bogdanov
  • Schnitt: Andrej Paunov,Orlin Ruevski
  • Musik: Momčil Božkov
  • Produktion: Martička Božilova
  • Produktionsfirma: Agitprop - Sofia
  • Co-Produktionsfirma: Filmtank - Hamburg,ITVS International - San Francisco