WO GEHT'S HIN?

Wettbewerb

Rolltreppen, Dunkel, Neon-Licht, Tunnel, ratternde Züge und dann: prunkvolle Kuppeln und Wartebereiche, sozrealistische Skulpturen. Den Rhythmus des Films gibt der Weg der Pendler:innen in und durch den Untergrund vor. Müde sind die Gesichter der Menschen, die die endlosen Rolltreppen hinunterfahren. Sie schieben sich durch die Rush-Hour, die U-Bahnen der Moskauer Metro sind voll. Der Krieg gegen die Ukraine hat noch nicht angefangen: Mütter drücken ihre Kinder in die Züge. Doch es gibt auch andere Tage: das russische Neujahr, an dem die Ansprache Putins auf Bildschirmen übertragen wird, und der „Tag des Sieges“, der auch in der Metro gefeiert wird. Hier wird (illegal) verkauft, gesungen und auch verhaftet, denn die Polizei ist allgegenwärtig. Die U-Bahn scheint mehr als nur ein Transportmittel. Weil sie so schön sind wie andernorts Palastfoyers oder die Eingangsbereiche von Banken, die etwas auf sich halten, werden die U-Bahnstationen Moskaus auch „unterirdische Paläste“ genannt. Regisseur Ruslan Fedotov beobachtet die Passagiere im Verlauf eines Jahres beinahe unbemerkt beim Diskutieren, Flirten, Streiten. Dabei entstehen überraschende, witzige, schöne und erschreckende Bilder, die den Menschen sehr nah kommen.
WHERE ARE WE HEADED
BLR, RUS 2021 / 63 min / OmeU
Sprache: Russisch
Regie: Ruslan Fedotov
Vorstellungen
  • Caligari FilmBühne Fr, 22.04. / 16:15 Uhr
  • Murnau-Filmtheater Sa, 23.04. / 20:15 Uhr
  • Kamera: Ruslan Fedotov
  • Schnitt: Liza Kozlova, Ruslan Fedotov
  • Musik: Burago
  • Ton: Andrey Dergachev
  • Produktion: Nastia Korkia, Ruslan Fedotow, Matvey Fiks, Simon Zakruzhnyy, Alex Zyablikov
  • Produktionsfirma: PINERY
  • Weltvertrieb: Taskovski Films
Rolltreppen, Dunkel, Neon-Licht, Tunnel, ratternde Züge und dann: prunkvolle Kuppeln und Wartebereiche, sozrealistische Skulpturen. Den Rhythmus des Films gibt der Weg der Pendler:innen in und durch den Untergrund vor. Müde sind die Gesichter der Menschen, die die endlosen Rolltreppen hinunterfahren. Sie schieben sich durch die Rush-Hour, die U-Bahnen der Moskauer Metro sind voll. Der Krieg gegen die Ukraine hat noch nicht angefangen: Mütter drücken ihre Kinder in die Züge. Doch es gibt auch andere Tage: das russische Neujahr, an dem die Ansprache Putins auf Bildschirmen übertragen wird, und der „Tag des Sieges“, der auch in der Metro gefeiert wird. Hier wird (illegal) verkauft, gesungen und auch verhaftet, denn die Polizei ist allgegenwärtig. Die U-Bahn scheint mehr als nur ein Transportmittel. Weil sie so schön sind wie andernorts Palastfoyers oder die Eingangsbereiche von Banken, die etwas auf sich halten, werden die U-Bahnstationen Moskaus auch „unterirdische Paläste“ genannt. Regisseur Ruslan Fedotov beobachtet die Passagiere im Verlauf eines Jahres beinahe unbemerkt beim Diskutieren, Flirten, Streiten. Dabei entstehen überraschende, witzige, schöne und erschreckende Bilder, die den Menschen sehr nah kommen.
  • Kamera: Ruslan Fedotov
  • Schnitt: Liza Kozlova, Ruslan Fedotov
  • Musik: Burago
  • Ton: Andrey Dergachev
  • Produktion: Nastia Korkia, Ruslan Fedotow, Matvey Fiks, Simon Zakruzhnyy, Alex Zyablikov
  • Produktionsfirma: PINERY
  • Weltvertrieb: Taskovski Films