ROMATRIAL BEI GOEAST

RomaTrial und Filme von Hamze Bytyci im DFF in Frankfurt

RomaTrial ist eine Roma-Selbstorganisation und Plattform, die sich zum Ziel gesetzt hat, Antiziganismus entgegenzuwirken und die Problematiken des Antiziganismus in die Gesellschaft zu tragen. Der Verein setzt dabei vor allem auf die Mittel von Film und Kunst sowie kultureller und politischer Bildungsarbeit für Jugendliche und Erwachsene und kooperierte in vergangenen Jahren bereits zwei Mal mit dem goEast Filmfestival. Im August zeigen wir im Kino des DFF zwei Kurzfilme von Hamze Bytyci (Vorstand von RomaTrial), um auf Antiziganismus aufmerksam zu machen und sich diesem entgegenzustellen. Die Filme JOŽKA (2017) und ICH GLAUBE AN DIE LIEBE (2020) werden als Vorfilme zu Radu Judes ȚARA MOARTĂ / DIE TOTE NATION gezeigt.

Vom 04.08. bis 26.08.2020 organisiert goEast im Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt eine Retrospektive des rumänischen Regisseurs Radu Jude, dessen Filme immer wieder die Themen Antisemitismus und Antiziganismus verhandeln: Allen voran die Filme AFERIM! (2015), ȚARA MOARTĂ / DIE TOTE NATION (2017) und ÎMI ESTE INDIFERENT DACĂ ÎN ISTORIE VOM INTRA CA BARBARI / MIR IST ES EGAL, WENN WIR ALS BARBAREN IN DIE GESCHICHTE EINGEHEN (2018). Um Antiziganismus entschieden entgegenzustehen kooperiert goEast hierfür mit dem Verein RomaTrial.

 

JOŽKA (14.08. um 18:00 Uhr)

Regie: Hamze Bytyci
Tschechische Republik, Deutschland 2017
26 min / OmeU

Trotz seiner Gesundheitsbeeinträchtigung verliert der tschechische Roma-Aktivist Jozef „Jožka" Miker nicht die Hoffnung für seinen Kampf: eines Tages wird die Schweinemastanlage aus dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Lety verschwinden, in dem hunderte Roma während des Nationalsozialismus starben – unter anderem die Hälfte der Familie seiner Frau.

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ICH GLAUBE AN DIE LIEBE (25.08. um 18:00 Uhr)

Regie: Hamze Bytyci
Deutschland 2017
7 min / OmeU

Die Holocaust (oder Porajmos-)-Überlebende Sabina van der Linden-Wolanski stellt in diesem liebevoll gemachten Animationsfilm die Frage der Bedeutung von Erinnerung und Überleben nach dem Holocaust. In zunächst farbenfrohen Animationen wird die Zeit in Paris Ende der 40er-Jahre geschildert, um in dunklen Farbtönen in die NS-Zeit zurückzugehen. Der Film ist ein leises dafür umso wirksameres Bekenntnis gegen jedwede Form von Hass und Rassismus.

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